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Freitag, 25. September 2015

Uuuups, wieder Überraschungen

Mein Kind lässt mich auch nichts planen...

Mittwoch hatte ich mich an einen nicht so schönen Gedanken zu gewöhnen. Mein Frauenarzt hatte mich ins St. Joseph zur Risikosprechstunde geschickt und dabei auch gleich meine Anmeldung zur Geburt ein paar Wochen vor verlegt. Die Diagnose, Hagen (ja, es wird ein Junge und so soll er heißen), wird groß, sehr groß. Auf den Papieren sah ich eine Femurlänge von 71mm und ein geschätztes Gewicht von 3195g. Und das nach erst 33 Wochen und 2 Tagen. Die Ärztin machte sich Sorgen er könne bei der Geburt zwar mit dem Kopf passen, jedoch mit den Schultern hängen bleiben. Das hinge ganz von seiner Lage ab, die nicht vorhergesehen werden kann. Daher haben Krankenhäuser eine Tabelle mit Werten, die sich aus Kindergröße, Elterngröße, Kindesalter u.s.w. erstellt. Ergibt sich dabei ein Wert über 90 wird ein Kaiserschnitt dringend empfohlen. Würde auf Wunsch der Eltern doch eine Natürliche Geburt folgen, das Kind bleibt stecken und erleidet eine Sauerstoffunterversorgung, hätten die Eltern das Risiko zu verantworten. Hagen war bei über 95.

Etwas geknickt machte ich mich auf den Heimweg und begann mich mit dem Gedanken eines geplanten Kaiserschnitts anzufreumden. Ist der 30. Oktober nicht ein gutes Datum? Wird der Arzt was definieren?
Nun ja, am Mittwoch kommen erst einmal meine Eltern vorbei, wir bestellen einen Innenarchitekten für Vorhänge, werkeln und packen die Krankenhaustasche.

Donnerstag haben wir das Gardinenstudio in Angriff genommen und tolle Proben mitbekommen um vor Ort zu gucken. Aber der Tag, obwohl wir im Grunde nur noch essen waren, war anstrengend. Der Kleine bohrte sich so tief ins Becken das ich nur watschelte. Passte aber zum gemütlichen Tag. Viel essen ließ er mich aber auch nicht, bohrte die Füße in meinen Magen und brachte mir solche Übelkeit und SodbrUennen, dass mein Abendessen aus 4 kleinen Stückchen getrockneter Mango mit wenigen Schlucke  Wasser und Riopan Magengel bestand.

Freitag hatten wir ruhiger geplant, eben die Sachen im Haus machen und Familienzeit verbringen.
Hagen hatte aber  wieder etwas andere Pläne, die hier einspringen.

Freitag, 5 Uhr morgens
Mit einem Schlag bin ich wach. Ich bin genervt, meine Hose ist nass. Das hatte ich schon häufiger, gerade als es so heiß war. Ich taste, das Bett ist auch ein wenig nass. Ich stehe auf, Licht im Flur und erst mal zur Toilette wo Binden, Klopapier u.s.w. sind helfen die Lage zu klären. An der Schlafzimmertür bleibe aber schon stehen. Mir läuft klare Flüssigkeit die Beine herunter. Ich denke, muss ich pinkeln?, nein! Blut ist es nicht... ich warte wie im Hollywoodfilm auf einen großen Platsch, der alles eindeutig macht. Der bleibt aus, doch das es mittlerweile eine Pfütze um meine Füße bildet reicht mir.
"Jörn, wach auf, ich laufe aus. Wir sollten ins Krankenhaus."
Aus den Kissen brummelt es: "Ruf erst mal die Hebamme an."

Ich lege mich trocken, tätige den Anruf und bekomme doch tatsächlich die Ansage, ja, das ist ein Blasensprung! Ich soll mich auf die Seite legen, nicht zu viel laufen und machen das ich in Ruhe ins Krankenhaus fahre.
Ich folge der Anweisung. Jörn und Ute packen die Taschen. Ich schicke sie nach Elterngeldpapieren und mein armer Mann muss sich durch meinen Schrank wühlen den ich ja eigentlich am Folgetag aufräumen wollte. Meine Ma macht noch Rührei für die Männer. Ich kriege sicherheitshalber nichts, wer weiß was an Medikamenten kommen wird.

Geistesgegenwärtig fällt jemandem noch ein doch einfach mal vorher im Kreißsaal des St. Joseph an zu rufen,  damit sie wissen das wir kommen. Die Idee war gut, denn sie bitten uns: Fahrt ins Vivantes Klinikum Neukölln, wir sind überfüllt und müssen die Kreißäle schließen.

Jessica sucht uns Online Adresse und Nummer raus. Eine 'Odyssee' ins Unbekannte beginnt. Auch wenn wir zuerst die Klinik für eine andere hielten finden wir sie. Leider den falschen Eingang, beim Haupteingang, nicht dem Murter Kind Haus. Egal, wir sind erstmal da. Der Besucherparkplatz muss reichen, wir werden uns durchfragen.
Ich wanke noch langsamer als am Vortag. Am Info-Schalter verzagt langsam aber sicher mein Kreislauf, ich beginne zu zittern und erlebe erstmals wie Jörn kurz davor ist jemanden um zu bringen. Typisch Norddeutsch bleibt er aber wie ein agressiver Hund gefährlich leise und höflich. Erst wird noch mit dem Arzt geklönt, dann geht das Telefon vor, während ich mich am Tresen auffange. Als sie anfängt uns einen Weg der nach draußen führt zu beschreiben unterbricht mein Mann und fragt nach einem Rollstuhl. Mit pampiger Berliner Schnauze antwortet die Frau als wolle er eh keinen wenn er jetzt ein Pfand hinterlassen müsse. Er knallt seinen Perso auf den Tresen und sie muss sich tatsächlich hinter ihrem Tisch hervor bewegen und den halbaufgepumten Rollstuhl los zu schließen in dem ich mich gleich frage ob mir nicht noch schwindeliger geworden ist.
Wir düsen diagonal übers Gelände. Die Strecke hätte ich definitiv nicht zu Fuß geschafft. Nach zweimaligem verlaufen finden wir die richtige Ansprechstation im Mutter Kind Haus. (Für alle die es anfahren wollen, gebt nicht Kormoranweg ein sondern lieber Kolibristraße 1, das ist genauer.)

Ich komme ans Sonar, Babyherztöne und Wehen messen. Ich kriege einen Zugang und es ist klar, ich werde bleiben. Auf die Ärztin müssen wir noch etwas warten, ich schlafe auf der Bank an Jörns Schulter. Er beantwortet damit auch gleich die erste Frage als sie auftaucht, ich schlafe, ich rede noch, nein, ich habe keine Wehen.
Ich kriege ein Einzelzimmer und mein wunderbarer Mann organisiert mir auch noch ein Frühstück mit Käse und frischen Tomaten.

Was nun passiert sickert erst in den nächsten paar Stunden bei mir durch. Ich kriege Lungenentwicklungsmedikamente, Antibiotika und Wehenhemmer. Ich bin bei 33 Wochen und 5 Tagen. Die Gesetzgrenze, dass wenn es noch schaffbar ist, 34-0 zu erreichen verschafft mir die nun folgenden ruhigen Tage. Spätestens Montag wird eingeleitet. Abhängig wie ich auf die Medikamente anspringekommt unser Kleiner Anfang der nächsten Woche auf die Welt. Kleiner, wie er jetzt noch ist, wohl natürlich, wenn nichts anderes dazwischen kommt. Wir werdens sehen.

Das ist der Grund warum meine Eltern mit Amy zum Fädenziehen beim Tierarzt waren. (Allen geht's gut. ;) )
Das ist der Grund warum meine Schwester und ihr Mann ihre geplante Tour nach Köln auf Neukölln änderten.
Das ist der Grund warum es nun doch leider kein Serenity Babybauchfotoshooting gibt.
Und... das ist der Grund warum sich in den nächsten Tagen ein  paar Teeminpläne ändern werden.

An alle, sorgt euch nicht! 34. Woche ist zwar ein Frühchen, doch kein Besorgniserregend frühes. Wir sind zuversichtlich.
Bis bald, wenn ich die passende Ruhe zum schreiben hab schreibe ich euch. Fühlt euch gedrückt.

Donnerstag, 13. August 2015

Eine Weile nichts gehört...

Ich habe mich hier eine Weile rar gemacht. Etwas Chaos, der Jahresurlaub und ein paar Erfahrungen, sorgten dafür das mir nicht nach schreiben war. Ich hab immer wieder gehört 'schreib bloß nicht zu viel über dein Kind'... Auch Jörn ist bei weitem weniger Netzaffin als ich. Ich will versuchen die Waagschale zu halten, was zu erzählen aber eben nicht alles ungefiltert ins Netz zu packen.
Dazu kam, das ich einfach die Erfahrung machte wie schön es ist manches persönlich zu erzählen.

Aber ein paar Sachen möchte ich jetzt hier mal wieder teilen.

Ja, wir wissen jetzt was es wird und ja, wir haben auch schon einen Namen. Beides wollen wir aber noch nicht offen im Internet haben, erzählen aber meist persönlich davon. Im Netz bleibt es vorerst Pixelchen.

Pixelchen scheint nach Papa zu kommen. Es ist ca. 10% größer als ein Durchschnittsbaby, so als wäre es 2 Wochen älter. (Jörn sagt ich soll mich auf 1,20m Gebutsgröße vorbereiten.) Interessant dabei ist, dass es laut den direkt gerechneten Daten eher 2 Wochen später kommen sollte. Wir haben jetzt also ein grobes 4 Wochen Fenster und sind gespannt woran sich unser Kleines orientiert.
Mein Bauch ist nun im 7. Monat schon gewaltig. Ich hab zwar nur grob zwischen 10 und 15kg zugenommen, doch ich hab eine wahnsinns Kugel. Schließe ich Türen muss ich mittlerweile einen Schritt zurück machen, damit mein Bauch an der Tür vorbei kommt. Ich kann kaum noch normal sitzen und weil das Baby immer schwerer wird ist auf dem Rücken liegen auch kaum noch möglich. Lauter Zipperlein melden sich. Sodbrennen ist schrecklicherweise immer noch fürchterlich akut und langsam schwellen auch meine Gelenke an. Als ich kürzlich bei der riesen Hitze den Schwimmteich meiner Nachbarn nutzte merkte ich erst wie sehr mein Schwerpunkt sich verändert hat. Zusätzlich bin ich noch der reinste Glühofen. Ich hab sonst auch im Sommer immer gefroren, Jörn war immer um Welten wärmer als mir. Nun ist es umgekehrt.

Die größte Veränderung ist aber die Bewegung des Babys. Zuerst spürte ich ein kleines Zucken, ab und an ein ... schwer zu beschreiben, eben als wenn sich etwas umdreht, Hohlräume und 'feste Stellen' sich vertauschen. Nach aussen hin bemerkte man zunächst so gut wie nichts. Am ehesten fühlte es sich wie ein anderer Pulsschlag in meinem Bauch an.
Dann kamen erste Knüffe. Ein paar mal kamen die auch glücklicherweise als andere die Hand auf meinem Bauch hatten. Die verblüfften Gesichter waren herrlich. Zuerst angestrengtes Fühlen 'Spüre ich etwas?', 'War das eine Bewegung?', 'Wie soll ich reagieren? Ihr sagen das ich was gespürt habe oder nicht?' und dann kam der Knuff. Diese Überraschung, das Erstaunen, herrlich.

Jetzt bewegt es sich fast ständig. Ich spüre Pixelchen fast immer wenn ich entspannt sitze. Der Bauch kickt, wie eine Trommel, oder er wobbelt - es ist einfach das passenste Wort - weil sich das Kleine verlagert. Einmal hat es auch reagiert als ich in meinen Bauch stubste, ich bekam Stubsantworten. Und 2x hatte ich es jetzt schon, dass ich richtig merkte hier drückt sich was raus.

Ich hab fiese Phasen wo ich mich einfach nur schlapp fühle. Ein rumorendes Baby macht es dabei nicht leichter. Wenn ich kann vermeide ich es Auto zu fahren und Jörn kümmert sich liebevoll darum, dass ich mich nicht übernehme.

Auf dem Drachenfest habe ich mich sehr wohl gefühlt. Das lag vor allem an tollen Crew und den ganzen lieben Menschen in meinem Umfeld. Egal wo, mir wurde immer ein Sitzplatz angeboten oder was zu trinken. Die Toilettensituation machte mir am meisten Sorgen. Es war aber weniger schlimm als befürchtet, auch wenn ich mir vor komme als hätte ich min. 50% meiner wachen Zeit auf dem Weg zum Klo zugebracht. Schlafen im neuen Karpfenbett war auch super.
Ich hab die Orks, das Orklager und die Action sehr vermisst, allerdings hätte ich keinen Bruchteil mehr leisten können. Es war so lieb von allen mir beim Tragen zum Spüldienst zu helfen, mir Getränke zu holen und mir so viel bei Ab- und Aufbau ab zu nehmen.
Ich hadere sehr mit mir ob ein Drachenfest 2016 mit Baby in frage kommt, aber ich glaube da wird sich viel durch den Charakter unseres Babys entscheiden und was die Leute mit denen wir lagern dazu sagen. Daher vertagen wir diese Entscheidung noch.

Jetzt habe ich ein Beschäftigungsverbot und ich bin zu Hause. Das letzte 1/3 der Schwangerschaft ist angebrochen und ich mache mir immer mehr Gedanken darum wie wohl die Geburt sein wird. Meine Vorbereitungstermine mit der Hebamme rücken näher und Jörn hat das Gästebett schon auf den Dachboden umgebaut und damit das Kinderzimmer vorbereitet.
Nun lautet die Parole 'Fokus Baby' und ich räume auf, bastle ein wenig und gucke das unser Pixelchen ungestört wachsen kann. Laut Babyratgeber soll es nun auch immer enger für das Kleine werden. Mal gucken wie sich das bemerkbar macht.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Und wieder weiter

Es ist unglaublich. Ich bin mittlerweile schon im 6. Monat. Wir wissen jetzt was Pixelchen wird und sogar die Namensauswahl ist schon sehr konkret. Auch wenn wir vorher überlegt hatten soetwas hier zu veröffentlichen haben wir jetzt festgestellt wie schön es ist manche Dinge von Angesicht zu Angesicht zu sagen. Daher bleibt hier der Arbeitstitel Pixelchen erstmal erhalten.

Nun aber zu dem was wir so erzählen können. Mein Bauch ist riesig. Pixelchen auch. Es kommt wohl nach seinem Papa, der immer behauptet mit min. 1,20m auf die Welt gekommen zu sein. Ich hab noch Massenweise Nebenwirkungen. Übelkeit ist gerade Morgens immer noch ein Thema. Ich bin Geruchsempfindlich hoch 3. Jörn rückte einmal sogar um 23 Uhr noch Möbel, da ich einen Gestank nicht aushielt den er nicht mal wahr nahm... und entfernte todesmutig die tote Maus, die unsere Katzen in der hinterletzten Ecke platziert hatten.
Er ist sowieso extrem lieb, kümmert sich um mich wenn ich nach einem Arbeitstag total platt bin oder vor Sodbrennen kaum noch aus noch ein weiß. Ich habe nun auch ein teilweises Berufsverbot. Das entspannt meinen  Alltag und die Beschwerden sind merkbar zurück gegangen.

Seit Samstag tritt unser Kleiner Pixel auch so stark, dass man es von außen fühlen kann. Mein Bauch wobbelt wie in einer winzigen Wellenbewegung. Das wird wohl noch stärker, die Plazenta sitzt hinten oben, daher wird man wohl viel von den Aktivitäten des Kleinen mitbekommen.
Meine nächsten Planungen sind nun das Sortieren von Babykleidung und einräumen selbiger. ... Und die Planung des Drachenfestes in Kürze. Ich bin gespannt wie es wird dieses Mal am Rand einfach das Geschehen zu genießen ohne Stress und ich werde Jörn dabei zu sehen wie er sich ins Getümmel wirft. Auch wenn ich langsam ab und an vermisse Alkohol zu trinken oder z.B. Schinken, Salami und Räucherfisch zu essen genieße ich es noch sehr schwanger zu sein.

... ganz besonders wenn die Hebamme ihre Pläne umsetzt und meinem Mann Massage Techniken bei bringt, denn mittlerweile denke ich das sich nicht nur der Geruchssinn steigert sondern auch das Tastempfinden... *seufz* ...

Freitag, 5. Juni 2015

Schwangerschaft - Phase 2

Jetzt wird es langsam echt fühlbar, ich hab eine neue Phase in der Schwangerschaft erreicht. Mein Kopfteil am Bett ist hoch gestellt und um auf der Seite gut schlafen zu können ist ein Stillkissen mein bester Begleiter. Tritte o.ä. spüre ich noch nicht, doch ab und an packt mich eine Unruhe, die ganz eindeutig aus meinen unteren Regionen stammt. Die Übelkeit hat nachgelassen und einen Schluck Wasser vor dem Schlafengehen zu trinken verursacht nicht mehr eine Nacht und einen Tag Sodbrennen.

Heute habe ich erstmals bemerkt das mein Bauch sich nun so spannt, dass mein Bauchnabel seine Form verändert. Ich bin jetzt schon prall wie ein aufgeblasener Ballon. Wenn ich mich bücke muss ich O-Beine machen damit mein Bauch nicht verhindert das ich nach unten komme.
Was leider geblieben ist ist die unendliche Müdigkeit. Ich war vorletztes Wochenende mit meiner Schwester für eine Stunde im Baumarkt. Nur eine Stunde! In der Zeit musste ich mich 2x setzen weil ich drohte umzukippen und kaum saß ich für die Rückfahrt im Wagen war ich auch schon eingeschlafen. 

Es fühlt sich an als wäre ich einfach ein paar Takte langsamer geworden. Oft muss ich nicht mal etwas tun, vor mich hin zu starren reicht als Freizeitbeschäftigung. Mir fehlen häufig Worte und Gedanken entgleiten mir. Ohne notierte Listen wäre ich aufgeschmissen. Meist vergesse ich dennoch genau das weswegen ich eigentlich zum Einkaufen gefahren bin.

Zwei Sprüche, die ich gerade ständig höre sind "Freu dich, das wird noch viiiieeeeeeeeel schlimmer!" und "Genieß die Schwangerschaft."

Ersterer lässt mich schmunzeln, da ich ihn von Jörn schon vom ersten Tag an gehört habe. Irgendwie ist er ein einfach ständiger Begleiter. Der Zweite lässt mich die Stirn runzeln. Ich weiß zwar grob was die Leute meinen, jedoch lässt mich das irgendwie auf den Moment warten wo ich das Baby zu spüren beginne. Das ist aber erst in ein paar Wochen der Fall und ich will auch jetzt jeden Moment genießen, so müde, dusselig oder schwerfällig ich auch bin.
Nun ja, so wollte ich es letzte Woche schon schreiben, bin aber nicht fertig geworden und poste es daher heute. Ich habe irgendwie das Gefühl in dieser neuen Phase angekommen zu sein. Es gibt neue Dinge zu beobachten, zu fühlen. Es zubbelt anders in meinem Bauch hin und her und oben habe ich ja auch schon einiges geschrieben. Gucken wir also was diese neue Phase bringt.

Eine weitere Veränderung zeigt sich auch. Das ich reine Haut und schöne Haare nicht durch Pixelchen bekommen habe schrieb ich ja früher. Aber ich hatte auch so gut wie noch nie in meinem Leben lange Nägel. Nur künstliche und einmal als ich sie Wochenlang mit einem teuren Pflege-Lack bearbeitete. Jetzt wachsen sie und sind für meine Verhältnisse lang und stabil. Faszinierendes Gefühl. Jörn liebt das, ist Rückenkratzen für ihn sowieso schon das größte. Er streichelt oder krault mir auch jeden Abend beim zubettgehen den Rücken und es gibt kaum etwas schöneres und entspannenderes als diese Zweisamkeit. (Eine Seite meines Mannes die die Öffentlichkeit nicht oft zu sehen bekommt, die ich hier aber einfach  mal schreiben musste.)
Er bewältigt sowieso gerade regelrecht übermenschliches. Seine Arbeit ist gerade stressig und er verbringt locker mal 10 Stunden am Tag da, plus Fahrtweg. Er macht einen riesigen Anteil im Haushalt, hilft mir dennoch immer mal wieder bei meinen Aufgaben und bastelt in der Freizeit noch ein Projekt das wir vor der Schwangerschaft angefangen haben und wo ich ihm auch nun weniger Hilfe bin als vorher eingeplant.
Ich liebe ihn und ich bin mir sicher er wird ein wunderbarer Vater.

Und weil hier eh so viel gerade zusammengewürfelt im Blogeintrag steht kommen jetzt einfach auch noch mal die Fotos hier mit dazu. 

Mi. 22.04.2015

Nach den plötzlichen Blutungen auf der Arbeit (Ich hab darüber geschrieben) entstand dieses Bild im St. Joseph. Ich hab fast geweint als die Ärztin meinte Pixelchen schlafe gerade und ich das erste mal eine Gesichtform und richtig ein Kind auf dem Bild erkannte.

Mo. 27.04.2015

Kontrolle und Nackenrollenuntersuchung. Eine nichtinvasive Überprüfung. Die Ärtze meinen, dass wenn die Nackenrollte - der Schwarze und weiße Streifen, der auf dem rechten Bild gut zu erkennen ist - und dazu noch ein paar Blutwerte stimmen, sie errechnen können ob das Risiko von Chromosomalen Krankheiten meinem Alter entspricht, besser oder schlechter ist. Bei mir ist ersteres der Fall. Leider haben wir somit keine Sicherheit, dafür aber die Überweisung zur Feindiagnostik wo wir wohl hübsche 3D Bilder bekommen werden.

 Di. 05.05.2015

Die Bilder zur Entlassung aus dem Krankenhaus Gesichtsform und Nabelschnur sind hier sehr gut zu sehen. Es sind schönen Fotos geworden, dafür das Pixelchen hier ständig versuchte Saltos zu schlagen.

 Mi. 06.05.2015

Nachkontrolle bei der Frauenärztin. Hier war die Auflösung so das man gerade sehr gut den Schädelknochen sehen kann.



Mittwoch, 13. Mai 2015

Anders als man denkt...

Gestern Abend verfasste ich im Geiste schon einen schöne  Post darüber wie die Übelkeit schleichend und daher dann irgendwie plötzlich verschwand. 3 Tage lang völlig Beschwerdefrei in dieser Richtung. Zuerst hielt ich es nur für die richtige Ernährung, was, wann... aber dann merkte ich, hey, die Phase könnte vorbei sein.

Könnte, war es aber nicht.

Heute Morgen gabs das volle Programm, inklusive Frühstück noch mal durch den Kopf gehen lassen. Jetzt meldet sich mein gemeines Sodbrennen wieder, ich kriege Hunger und weiß nicht was es schlimmer macht und was besser. Oder was wieder die Übelkeit aus ihrer Lauerposition holt.

Immerhin, ich habe eine süße Katze hier, sie belegt 2/3 des Sofas, schnurrt wie ein Diesel oder schläft tief und fest bis ihre Pfötchen im Traum zucken. Das und das Nachlassen der Blutungen beruhigen mich. Mein Bauch wächst und die Zeit schreitet voran. Müde bin ich immer noch für zwei. Aber, ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.

Freitag, 10. April 2015

Die fiesen Seiten zeigen sich...

Jetzt beleuchte ich mal ein wenig die fiesen Seiten meines Pixelchens. Zunächst aber mal ein paar Bilder:





Das erste Bild von der neuen Arztpraxis. Leider wollte Pixelchen sich nicht so wirklich zeigen, versteckte sich hinter Verschmierungen und beschloss uns einfach den Rücken zu zu drehen.

Jetzt legt Pixelchen auch so langsam mit gemein sein los.  Dienstag hatte ich nen tierischen Heißhunger auf Indisch. Als wir dann auch endlich beim Inder waren hörte ich beim bestellen ganz doll darauf was angenehm schien und was ich JETZT wollte.
Das Essen kommt, ich esse 1/4 Portion, entschuldige mich bei meinen Begleitern und renne raus. Frische Luft, viel Ablenkung und massenhaft Selbstkontrolle später komme ich zurück und bin dankbar, dass die anderen, die inzwischen fertig gegessen hatten, mein Essen mit abräumen ließen und wir gleich gehen konnten.

Nachdem ich den gestrigen Tag dann mit einem Spontaneinschub und der dazugehörigen Entdeckung eines super Chinarestaurants gut rum gebracht hatte beschloss ich schlussendlich noch ein wenig ein zu kaufen.
Ich kam gerade aus der Gemüseabteilung als die Gerüche von da - und ich weiß noch nicht mal was an Gerüchen - es mir echt übel gingen ließen. Ich kam weder vor noch zurück und malte mir schon aus (wieder willen) wie ich die Kaufland Mitarbeiter um Hilfe beim Aufwischen bitten würde.
Dann kam mir spontan eine nette, völlig fremde Frau zu Hilfe. Sie bot mir an mir eine der Plastiktüten aus der Gemüseabteilung zu bringen. Allein nur das Wissen jetzt nicht auf den Boden zu kotzen hat schon so geholfen, dass ich den Einkauf zuende bringen konnte.
Leider bliebt Gefühl des umgedrehten Magens.
Und es blieb die ganze Nacht... Heute Morgen fühle ich mich als hätte ich kaum geschlafen. Morgenübelkeit machte ihrem Namen alle Ehre und ich wünsch mir gerade ich wäre im Bett geblieben.
Tja, solche Tage muss es auch geben.
Dennoch, auch wenn ich Angst vor den Ergebnissen der demnächst folgenden Untersuchungen habe, dass ein Test auf Trisomie 21 o.ä. positiv ausfallen könnte, geht es mir emotional ganz gut. Die Sonne scheint, das Wetter ist herrlich, wir planen so langsam erste Besuche in Krankenhäusern um uns Wochenbettstationen und Kreisssäle an zu sehen und sind dabei Kontakte zu Hebammen zu knüpfen.

Das wird schon... hoffentlich... und auch diese blöde Übelkeit... ;)