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Donnerstag, 19. März 2015

5. Woche - 1. Ultraschall - bzw. 7. (Siehe unten)

16.03.2015 - XX.03.2015
Auch dieser Post wird wie vorherige und einige folgende erst später veröffentlicht.

1. Tag (Montag)

Es ist etwas seltsam, auf eine gewisse Art kehrt der Alltag ein. Andererseits ist immer noch alles anders. Ich bin zum Beispiel heut auf dem Weg zur Arbeit an den Straßenrand gefahren und hab ca. 30 Minuten auf einem Parkplatz gepennt, weil ich wirklich drohte am Steuer ein zu schlafen. Ein Fingerhut voll Kaffee und ca. 1 Tasse Milch dazu sorgen gerade dafür das ich wohl etwas Arbeit schaffen werde. Mal sehen.
Es ist schwer diese Blogs nicht einfach zu veröffentlichen. Ich fange langsam an mich sicher mit der Schwangerschaft zu fühlen. Ungewohnt ist, dass diese Woche nicht Montag der Bluttest sein wird, sondern erst Mittwoch, dafür inklusive es ersten Ultraschalls. Ich bin sehr gespannt wie das wird.

2. Tag (Dienstag)

Was für ein schöner Morgen. Die Übelkeit hält sich in Grenzen (Gestern hing ich das erste mal über der Kloschüssel), die Sonne scheint, Amy klettert im Baum herum... nur schön wäre es wenn ich mal wieder wach wäre. zzzzzzzzzzzzzzzzzZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZ

Mein Teamleiter sabottiert dann auch gleich mit. In der Mittagspause strecke ich mich mal kurz auf unserer Couch in der Sitzecke aus. Nur mal kurz den Rücken entspannen. Er schiebt mir noch ein Kissen zu und zack ist das so bequem das ich echt Willenskraft brauche um wieder auf zu stehen und da nicht mal eben so für die nächsten 2 Stunden ein zu pennen.

3. Tag (Mittwoch) - 1. Ultraschall

Dank frühem zu Bett gehens bin ich nicht mehr ganz so müde, doch immer noch groggy genug. Ich habe fürchterlich geschlafen und bin schrecklich nervös. Im Grunde habe ich ein gutes Gefühl, mein Bauch ziept und zippelt, Übelkeit meldet sich ab und an und das lässt mich vermuten die kleinen Zellklümpchen sind noch da wo sie sein sollten.
Dann auch die Überlegung. Ab wann veröffentliche ich diese Blogeinträge? Irgenwie will ich es jetzt schon tun. Jeder in meinem Umfeld sagt mir ich soll positiv denken. Nur was das allgemein erzählen an geht heißt es immer 'Sei vorsichtig, du könntest es wieder verlieren und dann wird es noch anstrengender das auch mit zu teilen.'

Nun genieße ich also das Frühlingswetter, gestern Abend noch schnell ein paar Plastikostereier in unsere Hortensie gehängt zu haben und die Vorfreude sowohl auf das Wissen heute Nachmittag, als auch auf den Besuch meiner Eltern an Ostern.
Was ich heute lieder nicht genießen kann sind die liebevoll von meinem Mann vorbereiteten Nudeln. Irgendwie wird mir gerade von allen Fleischersatzprodukten, so gern ich sie vorher auch mochte und so komisch mir das jetzt vor kommt, schlecht. Ein Glück haben wir hier einen Edeka mit Truthan-Curry-Sandwiches und Cocktailtomaten.

Am Nachmittag dann, der 1. Ultraschall. Jörn und ich beschließen, dass wir ab sofort ein Pixelchen haben. Jörn meint mit Pixeln kenne er sich aus und ich fühle mich in dem Bereich auch sicher. Mal ab von Müdigkeit, Übelkeit und einem Körper der beginnt alles Enge an Kleidung zu verabscheuen äussert sich seine Anwesenheit eben über Pixelchen auf einem Ultraschallgerät. 4 kleine Pixel, die schwarz werden... weiß... schwarz... weiß...

Ein Standbild wollen wir euch nicht vorenthalten:

Werte
HCG: 37186
Prog.: 20,8

4. Tag (Donnerstag)

Der Aufregende Termin ist vorbei, doch irgendwie bin ich immer noch aufgeregt. Irgendwie wird das ganze jetzt viel realer als vorher. Natürlich schlafe ich auch promt schlecht und merke wie ich immer schlechter auf dem Bauch liegen kann. Das kommt mir komisch vor, da ich ja eben erst in der 5. Woche bin. Dennoch, mein Bauch fühlt sich jetzt schon irgendwie an wie ein Ballon. Ich glaube ich werde am Wochenende meinen Kleiderschrank ausmisten. Jeans u.ä. trage ich schon seit Wochen nicht mehr, doch es müssen jetzt echt ein paar weitere bequeme Klamotten her.

Ausserdem haben Jörn und ich beschlossen es doch jetzt schon bekannt zu geben. Der erste Blogeintrag ist also heute gepostet. Der der 4. Woche rückt dann morgen nach und dieser am Samstag oder Montag... mal sehen. :)

Aber der Tag mit Pixelchen war noch nicht vorbei. Das Kleine musste uns noch einen Schock bereiten. Ich hatte Blutungen. Das Internet ergab, dass es nichts ungewöhnliches ist und es ließ auch nach, also beschlossen wir bis zum nächsten Morgen zu warten bevor wir Panik schieben und gingen gleich ins Bett. 

5. Tag (Freitag )

Der Morgen kam, die Nacht verlief Ereignislos, doch kaum aufgestanden setzen die Blutungen wieder ein und mit ihnen die Panik. Ich konnte nicht mehr unterscheiden ob das Ziehen im Bauch gut oder schlecht war. Ein Glück sagte die Praxis gleich um 7:30 Uhr ich könnte vorbei kommen und sie zeigten sich von der besten Seite. Ich kam sofort dran. Entwarnung!  Pixelchen geht es gut. Nur meine Medikamenten Dosis wurde erhöht und ich soll mich ganz doll schonen und liegen.
 
Nebenbei wurde ich noch aufgeklärt, dass ich mich verzählt hatte, ich bin schon in der 7. Woche, nicht der 5. ... Die Blogführung wird also ab sofort geändert. ;)

Ausruhen, wie aufgetragen, das mache ich jetzt auch. Eine schnurrende Amy liegt auf meinen Beinen und ich versuche es Pixelchen möglichst bequem zu machen. Ich habe auch immer noch Gelüste, wie mein 2. Frühstück aus durchgegartem Burgunder Schinken im Brötchen mit viiiiieeeeeellll Senf beweist. Ich habe sogar den Fettrand gegessen, den ich sonst nur angewidert abschneide.

Auch, entgegen meinem vorherigen Plan, habe ich jetzt alle Posts auf einmal abgeschickt. Ich bin froh 'up to date' zu sein und die Nummerierung stimmt ja nun eh nicht mehr. Viel Spaß also beim direkte Neuigkeiten lesen. 

4. Woche

10.03.2015 - 16.03.2015
Auch dieser Post wird wie vorherige und einige folgende erst später veröffentlicht.

1. Tag (zufällig Montag)

An diesem Abend hatte ich meinen ersten Übelkeitsanfall. Die Übelkeit war nicht so schlimm, doch inklusive plötzlicher unterzuckerung mit Zittern u.ä. hab ich mein Tanztraining lieber ausfallen lassen. Ich bin so dankbar für meinen verständigen Tanzpartner.
Mein Ehemann ist auch toll. Er hat sich ganz allein um die Küchenarbeit gekümmert als sich raustellte das ich seine Weizenbratlinge gerade so gar nicht riechen kann.

Werte
HCG: 8391
Progesteron: 27,4

2. Tag (Dienstag)

Der Edeka bei meiner Arbeit hat meine aktuelle Lieblingssaftsorte. Happy Day, inklusive Geschmacksrichtung Erdbeere. Da ich gerade verrückt nach Smoothies und reichhaltigen Säften bin ist das absolut genial.
Ausserdem habe ich einen Link für eine echt tolle Website mit Spitze, Knöpfen u.s.w. bekommen und bin jetzt total inspieriert für eine Steampunkklamotte. Aber auch die wird warten müssen bis meine Maße sich irgendwann wieder passend eingependelt haben.

Ausserdem macht sich immer mal wieder Übelkeit breit. Das ist echt gemein und Gelüste, die eigentlich ganz gut dagegen helfen kommen gerade auch nicht auf. Immerhin, der Käsehunger wurde mit einem Ofenkäse  zum Abendessen erfolgreich bekämpft.

3. Tag (Mittwoch)

Jörns Weizenbratlinge und seine Nudelpfannen, die ich ich vorher echt gerne mochte, verursachen mir gerade leider Übelkeit. Nun ja, er hat damit immer genug fürs mitnehmen auf die Arbeit über und ich halte mich an Junkfood das ich mit frischen Säften und Obst kombiniere. Auch nicht übel.
Was wirds wohl heute zum Mittag geben? Gorgonzola Nudeln, Cabonara Tortellini (Die deutsche Variante, also keine Sorge wegen Frischeis o.ä.) oder halte ich mich an Kartoffelschips und einen Pfannkuchen/Berliner/Krapfen von gestern? (Es wurden Tortellini.)

Oh, und ab heute habe ich meinen Ehe- und Verlobungsring abgenommen. Die Hände sollen ja möglicherweise dicker werden bzw. Wasser einlagern und da die schon eh schwer ab gehen möchte ich nichts riskieren.

4. Tag (Donnerstag)

Ich wache immer noch völlig müde auf. Jörn versucht mich zu motivieren.
Jörn: "Hey, ach komm, es ist nur noch heute!"
Ich (total verschlafen und grummlig): "Jörn, es ist Donnerstag."
Jörn: "Ach mist. Desillusionier mich doch nicht immer so."

5. Tag (Freitag)

Diese Sache mit den Geruchsverändungen ist echt komisch. Ich dachte ich nehme manche dann nur mehr wahr. Aber wo ich es gerade richtig bemerke ist bei Dingen die ich vorher als Gerüche liebte bei denen mir jetzt leider gerade übel wird. Die Weizenbratlingpfannen meines Mannes zum Beispiel oder wunderbar frisch gebackene Brötchen.
Dafür könnte ich jetzt super Penne Gorgonzola mit Blattspinat zum Frühstück verputzen. :)

6. & 7. Tag (Samstag & Sonntag)

Endlich Wochenende! Irgendwie ist das die einzige Zeit wo ich genügend Schlaf bekomme. Das führt aber auch dazu, dass ich kaum mehr mache als zwischen Bett und Sofa zu pendeln.

Ich hatte Samstag Abend versprochen auf dem Cirque Bizarre 4 von Goth United zu sein. Dafür habe ich mich dann aufgerafft, aber ganz untypisch ein aufwendiges Outfit gegen Bequemlichkeit getauscht. Kein schweres großes Kleid, Turnschuhe anstelle von High Heels u.s.w. Ich fühle mich merkwürdig wenn ich tanze. Als hätte ich kaum noch Bauchmuskeln. Jetzt schon. Wenn ich versuchen will mich an zu spannen, was vorher halbwegs unterbewusst ging muss ich jetzt echt denken 'Hier anspannen, da anspannen.' ... 'Und Atmen nicht vergessen.'
Ich hab mehr auf der Bank gesessen als irgendetwas anderes. Dennoch war es schön, vor allem wegen der ganzen vielen lieben netten Leute.

-X. bis 3. Woche

Ich schreibe diesen Post nun am 05.03.2015, werde ihn aber wohl erst später veröffentlichen.

Einige wissens, einige wissens nicht. Jörn und ich haben sehr lange vergeblich versucht Nachwuchs anzusetzen. Wir haben viele Ratschläge bekommen, wir haben viel ausprobiert. Es waren Zeitphasen dabei wo wir kaum aus dem Bett gekommen sind und welche wo es uns einfach egal war. Wir hatten 3x die Situation die zum springen bereteite Eizelle auf einem Ultraschall zu sehen und obwohl die Frauenärtzin uns eine Wahrscheinlichkeit von 90% prophezeite klappte es dennoch nicht.

Wir haben uns seit Ende 2013 in Kinderwunschbehandlung begeben. Von der Odyssee der Bürokratie und des organisieren habe ich ja schon geschrieben. Hier möchte ich auf die andere Seite der Erfahrungen eingehen.

Zunächst war es toll nach Jörns These zu hören, dass er nicht nur mit Staub schießt, wie er immer zu sagen pflegte.

Vor meiner Eizellen entnahme hatten wir ca. 13 mögliche Eibläßchen gesehen. Nach meiner Eizellenentnahme bekamen wir folgendes zu hören:
11 wurden entnommen, 10 davon waren nutzbar, 9 verbanden sich mit den Samen. 2 Davon entwickelten sich auffällig und wurden verworfen, 5 eingefroren und 2 würden mir eingesetzt werden.

Das Einsetzen war dann ein recht kurzer und unspektakulärer Termin.

Von da an hatte ich Bauchschmerzen. Immer so ein kleines leichtes Ziehen im Unterbauch. Das schob ich auf die gemachten Behandlungen.
Und ich wurde müde! So müde, dass ich auf einigen Autofahrten mich fast um brachte, aufgrund von Sekundenschlafes auf der Autobahn. Das schob ich auf die Medikamente.

Dennoch wurde brav 2 Wochen so gelebt als wäre ich schwanger. Immer mit dabei die Anmerkung, dass es wahrscheinlich nur die Nebenwirkungen sind.

Auch wenn Jörn plötzlich neben mir steht und anmerkt meine Brüste wären gewachsen. (Ich wusste gar nicht das ihm soetwas auffällt.)

Montag den 02.03.2015 kam dann nun ca. 1. Stunde nach meinem Blutabnahmetermin das Ergebnis:
SCHWANGER! Top Werte. HCG sieht gut aus, Progesteron sieht gut aus. Alles sieht gut aus. Nächste Woche soll ich noch mal zum Blutabnehmen und am Mittwoch den 18.03.2015 ist dann der erste Ultraschall.

Jetzt ist es auch für mich legal Heißhunger auf Salamipizza, Schokopudding u.s.w. zu haben. (Ja, auch in Kombi.)

Auf Kaffee zu verzichten ist bei den Nebenwirkungen echt hart.

So, und nun geh ich mal zur Mittagspause und versuche Powernapping, denn der Sekundenschlaf im Meeting gerade eben war nicht wirklich ausreichend.

Werte
HCG: 527
Progesteron: 32,7

Montag, 16. März 2015

Odyssee in der Kinderwunschpraxis

Ich schreibe diesen Post nun am 05.03.2015 und ergänze und veröffentlichte ihn heute am 27.01.2016.

Einige wissens, einige wissens nicht. Jörn und ich haben sehr lange vergeblich versucht Nachwuchs anzusetzen. Wir haben viele Ratschläge bekommen, wir haben viel ausprobiert. Es waren Zeitphasen dabei wo wir kaum aus dem Bett gekommen sind und welche wo es uns einfach egal war. Wir hatten 3x die Situation die zum springen bereteite Eizelle auf einem Ultraschall zu sehen und obwohl die Frauenärtzin uns eine Wahrscheinlichkeit von 90% prophezeite klappte es dennoch nicht.

Ende 2013 machten wir uns dann, auf empfehlung meines Frauenarztes Dr. Balbach, zur Kinderwunschpraxis Hannen und Stoll auf.
Wirklich eine schöne Praxis, wären da nicht solche Dinge wie Bürokratie und Organisation. Fachlich und vom Leistungsstand der Behandlungen kann ich die Praxis wirklich empfehlen, doch um die Stressverursachende Bürokratie von denen zu meistern brauchten wir meinen sehr zu empfehlenden Therapeuten Benjamin Hädrich.

Gleich zu Anfang fragten wir was wir tun und erfüllen müssen damit die Diagnostik gut klappt. Für ca. 250,-€ Kosten ließen wir unser Blut untersuchen. Später dann, als wir mit der Behandlung beginnen wollten erfuhren wir das ca. die Hälfte dieser Untersuchungen nur 4 Wochen lang gültig ist und nun direkt davor wiederholt werden müssen. Angenehmerweise übernahm die Praxis die Anfallenden Kosten für die wiederholte Untersuchung.

Dann ging es eine Zeit lang gut. Wir wurden von keinem der beiden Chefs, sondern einer für die Praxis arbeitenden Ärztin behandelt. Leider aber wurde dabei unser Vertrauen in das was sie sagt immer kleiner.
Klare Kostenaufstellungen zu bekommen scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Diese Praxis könnte wirklich mal eine Bürokraft gebrauchen die sich einfach darum kümmert die ganzen Kostenpläne auf einem Blatt aufzuarbeiten damit man einen Überblick hat was was kostet und Jörn es ihnen nich vorrechnen muss.

Auf Fragen wie 'ich verstehe den Text nicht ganz, das ist ja übel viel zu lesen und heraus zu filtern' kamen Antworten wie 'Die meisten lesen das eh nicht und unterschreiben einfach.'

Schön war auch das ich mehrfach für ein Medikament einen Haftungsausschluss für die Praxis unterschreiben sollte der besagte, dass das Medikament müde mache und man damit nicht mehr Autofahren solle. Als ich meinte, dass man mir das doch gerne bitte vorher hätte sagen können, bevor ich mit dem Auto hin gekommen wäre wurde nur gesagt, dass es schon nicht so schlimm werden würde und der Zettel sei ja nur damit die Praxis abgesichert ist...
Ah ja... Damit ich alle Verantwortung alleine trage wenn ich mich umbringe... genau...

Im Januar 2015 saß ich, aufgrund einer Depression völlig gestresst, bei ihr im Zimmer und sie beruhigte mich. Die kommenden bürokratischen Vorgänge wären alle ganz einfach. Die Arzthelferin würde mir alles erklären und ich könnte die einfach nach und nach stressfrei abarbeiten. Kein Termindruck, alles wäre locker schaffbar bis zum Beginn der eigentlichen Behandlung (In 2 Wochen).

Die Arzthelferin legte mir dann ca. 30 Seiten 6 Punkt Größe beschriebene Seiten vor und erklärte mir im Grunde 5 Sachen auf einmal. Dahin, die Idee wir arbeiten alles locker flockig ab. Ich hätte noch ein Beratungsgespräch mit meinem Frauenarzt zu machen, Dinge bei der Krankenkasse ein zu reichen und den dicksten Batzen der Blätter durch zu lesen, mich für Behandlungen zu entscheiden (Die zwischen 2.000,- und 6.000,-€ kosteten) und natürlich alles zu unterzeichnen.

Ach ja, und ohne dieses könnte die Behandlung natürlich nicht beginnen.

Mein Frauenarzt Doktor Balbach war, es hätte ja auch unproblematisch sein können, in Rente gegangen. Das heißt ein neuer Termin bei der Nachfolgerin musste her. Einzig möglich, einmal in der Mittagspause.

Meine Papiere von der Krankenkasse waren natürlich auch beim nächsten Arzttermin, wo sie gebraucht wurden, nicht zurück. Und plötzlich war das doch ein Problem für die Ärztin. Ein Glück reichten Telefonate aus und die Unterlagen konnten nachgereicht werden und die Behandlung beginnen.

Als ich den dicken, durchgearbeiteten Batzen bei der Arzthelferin wieder abgeben wollte gab sie mir den doch glatt zurück und sagte sie könne den nicht mehr annehmen. Sie hätten in den letzten Tagen ihr Systhem umgestellt und ich habe die neuen Zettel auszufüllen. Es stünde ja im Grunde das Gleiche darin.
Ich hab ihr die Dinger fast an den Kopf geschmissen. Warum könnten sie dann nicht meine durchgearbeiteten annehmen? Nein, das ginge nicht, ich solle doch am besten einfach blind auf ihr Wort vertrauend die neuen unterschreiben.

Gleichzeitig sollte ich zwischen 19:15 Uhr und 19:45 Uhr in der Praxis Abends, wo sie schon geschlossen ist, unter ihrer normalen Rufnummer anrufen. Dann sollte ich erfahren ob meine Blutwerte gut genug waren, dass ich mit den Einleitenden Hormonspritzen beginnen kann. Ich fragte 3x nach und kündigte an das das auch klappen müsse, da ich am nächsten Tag um 5 Uhr Morgens nach London für eine Messe fliege und ich somit nicht die Möglichkeit hätte erst später am Tag los zu legen.

Es war der Abend einer reinen Telefonodyssee. Mein Tanztraining konnte ich vergessen, von Stress, Wut und Tränen fange ich gar nicht erst an.
Ab 19:00 Uhr erreichte ich auf der angegebenen Nummer nur den Anrufbeantworter. Auf der Labortelefonnummer ging niemand ran.
Ab 19:40 Uhr rief ich auf den Notfalltelefonnummern der beiden Ärzte an. Den einen erwischte ich im Skiurlaub und da ich den anderen nicht erreichen konnte gab mir ersterer noch ein paar der internen Durchwahlnummern weiter.
Dort ereichte ich meine Ärztin, die mir um 20 Uhr endlich sagen konnte das ich die Behandlung beginnen könne. Ich müsste ja auch nicht so ein Aufhebens machen, man hätte  mich ja angerufen. Ich fragte sie ob das morgen früh um 5 Uhr passiert wäre, denn wie ich angegeben hatte müsste ich da ja fliegen. Darauf hatte sie keine Antwort.
Dann wimmelte sie mich auch nur noch ab. Beschwerden wollte sie offenbar nicht hören.

Im Auto dann um 21.40 Uhr rief mich dann der 2. Arzt, der in einem Vortrag gewesen war zurück. Das stimmte mich wieder friedlicher. Ich schilderte ihm die Situation und er wolle sich darum kümmern. Mit dem Ergebnis war er wohl auch nicht glücklich.

Zeit verging, die Behandlung nahm halbwegs problemlos ihren Lauf.

Die Op war ausgesprochen angenehm. Das Krankenzimmer toll ausgestattet, das Personal freundlich und man konnte ihren Aussagen auch mal vertrauen, da die eine nicht immer die andere wiederlegte.

Nachdem dann 2 unser 7 Embryonen eingesetzt wurden gab man mir noch einen Kritikzettel in die Hand. 'Wie finden sie unsere Praxis.' Ich habe mir Zeit genommen ihn auszufüllen, denn mein Empfinden ist echt shizophren. Ich glaube daran das es die beste Praxis dafür in Berlin ist, doch aufgrund der vorher beschriebenen Geschichten hatte ich ja gewisse Kritikpunkte.

Ich gab den Zettel ab anstatt ihn in den Sorgenkasten zu stecken. Ob es an dem Zettel lag oder an meiner verbal geäusserten Kritk, ich weiß es nicht, ich bekam einen Anruf von Doktor Stoll. Ich habe ja Kritikpunkte an der Praxis, die wolle er sich gerne anhören damit er sie ändern könne.
Ich kam dazu den ersten zu schildern, den mit der Bürokratie, und mir wurde so energisch versichter das er daran arbeite die besser zu gestalten, dass ich mir echt wieder das Wort erkämpfen musste auch von anderem zu berichten.
Das Gefühl, dass mir das Gespräch vermitteln sollte, das man mir zuröre und meine Meinung wichtig wäre vermittelte das Gespräch leider nicht wirklich. Leider eher nur ein Interesse daran das ich später nur gut über die Praxis sprechen würde.

Ich bekam nach dem Einsetzen 3 weitere Arzttermine. 2x Blutabnehmen und am 3. dann den Schwangerschaftstest. Leider war einzuschätzen wie lange sie dauern kaum möglich. Beim einen kam ich sofort dran, beim nächsten dauerte es fast 2 Stunden. Blöd wenn unten am Auto nen Parkzettel ziehen muss.
Auch blöd, dass sie mir nicht sagten, dass ich das Ergebnis des Schwangerschaftstests erst 2 Stunden später telefonisch erfahre. Dann hätte Jörn sich nicht die Mühe machen müssen mit zu kommen.

Und dabei ging dann wieder der nächste Stress los.

Wäre das Ergebnis negativ bräuchte ich keine Medikamente mehr. Bei positiv soll ich sie weiter nehmen. Ich musste mehrfach die Arzthelferin darauf hinweisen das mir eines der Medikamente ausgegangen war. Erst dann bekam ich ein Rezept, damit, sollte es positiv sein, ich am nächsten Tag auch versorgt bin.
Das reicht für 3 Tage. Ich habe noch genau für heute Abend eine Dosis. Das zuzuschickende Rezept, das ich Dienstag telefonisch angefordert habe, war bis heute Morgen nicht in meiner Post. Ich hoffe es kommt heute im laufe des Tages, damit ich es morgen in aller Frühe in meiner Apotheke bekomme. (Die ist übrigens großartig. Sie haben es schon vorrätig bestellt und alles liegt für mich bereit.)

Was bin ich froh wenn ich die Praxis endlich los bin.

...
Jetzt ist das ganze eine Schwangerschaft und 4 Monate her. Ich habe das Medikament bekommen und in der Pflege, als ich Blutungen in der Frühschwangerschaft hatte, war die Praxis fantastisch. Auch wenn ich mich nicht auf die Bürokratie freue, bei anderen Praxen dieser Art soll das nicht viel besser sein und immerhin haben sie schon den Kontakt zu unserer Kryo mit den anderen 5 potentiellen Babys.

Es werden wohl, aufgrund meines Kaiserschnittes, noch ein paar Monate vergehen, aber mal gucken was dann wird...

Mittwoch, 6. Mai 2009

Sex - Sprüche (Die ich weiß nicht mehr wie vielte)

Meine Frauenärztin hat sich das Bein gebrochen und hat deswegen eine Vertreterin. Als Frau sollte man besagte Ärtztin ja auch regelmäßig aufsuchen, weswegen dann während des Plausches mit der Vertretungsärztin folgende Worte fielen:

"Das es mit dem Kinderkriegen häufiger mal nicht so gut klappt liegt an 2 Dingen, 1. zu wenig Sex und 2. zu den falschen Zeitpunkten."

Irgendwie amüsierte mich diese Aussage, die Aufforderung für "MEHR SEX".

Freitag, 6. Juni 2008

... und jetzt eine Ahnung - gebrauchter Tag!

Gestern schreibe ich noch einen Post über meine Zahnschmerzen und wie sie bekämpft wurde, heut Nacht um 2 Uhr schlugen sie zurück. Dieses mal ist es der Zahn NEBEN dem bereits behandelten.
Mist, werde gleich den Zahnarzt anrufen.

Aber der Tag gestern war eh größtenteils gebraucht. (Schöner Ausdruck dafür, wie man mir bei dem letzten Tag dieser Art erklärt hat.) ... Angefangen mit kleinen Ärgernissen wie Leuten, die in der U-Bahn die letzten Sitzplätze mit ihren Taschen besetzen und endend damit, dass mir ein Kellner mein Weinschorle-Glas unters Kinn haut. Gebrauchter Tag!

Donnerstag, 5. Juni 2008

2 Wochen Zahnschmerzen

2 Wochen Stimmen nicht ganz, wirklich angefangen hat es viel, viel früher. Ich hab hier in Berlin eine neue Zahnärztin, eine ganz gute, hoffe ich. Spritzen kann sie auf jeden Fall sehr gut, was für mich Spritzenphobiker schon mal recht wichtig ist. Sie hat mir dann zu Anfang der Behandlung einen Backenzahn oben links behandelt. Die Blombe war alt und darunter hatte sich Karies angefangen zu bilden.

Bei der Behandlung damals sind Worte gefallen, die darauf schließen ließen, dass sie wohl den Nerv hatte schon sehen können, doch der Zahn wurde mit einem Provisorium verschlossen um ihm später meine erste Krone angedeihen zu lassen.

Die Behandlungen gingen weiter, andere Zähne wurden in Angriff genommen, doch komischerweise tat der Zahn min. 3 Wochen später mehr weh als vor der Behandlung. Daher war ich dann vorletzte Woche 3x beim Zahnarzt.
Montag ging ich als Schmerzpatient hin. Der Zahn oben links tat weh, unten links und oben rechts auch noch zwei beim draufbeissen. Oben rechts ließ sich durch ein leichtes abschleifen der Füllung, die wohl aneinander gedrückt hatte beheben und unten links stellte sich wohl als Phantomschmerzen des Zahnes oben links heraus.

Blieb also nur mein alt-bekannter Freund zu behandeln.

Und die Zahnärztin zog den Nerv, was zur Folge hat, dass der Zahn EIGENTLICH nicht mehr weh tun sollte. Die Betäubung klang ab und ich hatte immer noch Schmerzen.

Mittwoch war ich wieder auf ihrem Stuhl. Sie spritze mir den Zahn taub, schrubbte die Wurzel noch mal sauber, röngte mich 3x und suchte nach dem Nervenfitzelchen, dass sie vielleicht vergessen hatte.
Sie beauerte dabei allerdings mir eine Betäubung gesetzt zu haben, denn so könnte ich ja nicht mehr sagen wo es denn weh täte, ergo, wo der Nervenrest säße.

Also musste ich am Donnerstag wieder kommen, Wurzelbehandlung, dieses mal OHNE Betäubung. Es war nicht ganz so schlimm wie befürchtet, denn viel Nerv war wirklich nicht im Zahn, aber wenn eine Zahnärztin, nachdem ich mit geschlossenen Augen komische Gerüche und Geräusche wahrgenommen habe, zu ihrer Assistentin sagt: "Sie können die Flamme jetzt ausmachen." Kriege ich dennoch etwas Angst.

Okay, nun ist der Zahn wirklich ausgeschrubbt, die fieseste Zahnfleischentzündung, die ich je hatte klingt auch ab, doch warum hab ich immer noch Zahnschmerzen? Sie sind nicht mehr so schlimm, doch ich hoffe sehr, dass ich einfach noch eine nachklingende Reizung hab, die mit der Zeit verschwindet.

Ich hasse Zahnarztbesuche, das wollte ich nur noch mal gesagt haben.


... und für alle, die sich jetzt sorgen machen, nein Leute, so wild ist es nicht, ich wollte diese skurrile Geschichte nur aufgeschrieben haben, keine Angst um meine Gesundheit.

Freitag, 29. Juni 2007

Gute Ärzte... Schlechte Ärzte...

Wie sicher einige von Euch gelesen haben wurde mir Hautkrebs diagnostiziert und deswegen musste ich zu einer zweiten kleinen OP am Bein. Was ihr jetzt aber noch nicht wisst ist der Spass, den ich anschließend mit der Narbe hatte. 2 Wochen nach der OP wurden die Fäden gezogen.

Das ging schnell und ich wunderte mich, dass sie so wenig verwendet hatte, doch ich wollte nicht näher hinschauen um meinen Kreislauf bei mir zu behalten.

Ca. eine Woche Später, alles sollte okay sein, betrachtete ich mir die Wunde genauer. Da war ein dunkler Punkt. Oh, dachte ich, da muss wohl ein Fuzzel in die Narbe gekommen sein. Bever er sich entzündet wollte ich ihn vorsichtig mit einer Pinzette entfernen.
Der Fuzzel entpupte sich als vergessener schwarzer Faden.

Ich durfte also erneut die unfreundliche Hautarztpraxis über mich ergehen lassen, nur um mir pampig anzuhören, der hätte sich schon binnen von ein paar Wochen aufgelöst. (Ich hatte den Faden schon 3 Wochen drin und die Stelle wollte und wollte nicht heilen.)

Jetzt, ca. 4-5 Wochen nach der OP sitze ich im Hotelzimmer am Abend eines Meetings und denke mir, was fühlt sich mein Bein so komisch an... Oh, die Wunde eitert und es hängt schon wieder ein Fuzzel drin. Ach nein, es ist der 2. Vergessene Faden, dieses mal ein durchsichtiger Plastikfaden, ähnlich einer Angelschnur, ca. 2cm lang. Schön steif und pieksend.

Na klasse, wenn das so weiter geht ziehe ich mir demnächst ein Tau aus dem Bein. Spätestens der letzte Faden ist ein Grund den Hautarzt zu wechseln und ich weiß jetzt auch wohin.

Nun kommen wir zum Teil über die guten Ärzte.

MEIN HNO-ARZT!

Dort gehe ich regelmäßig zur Allergiespritze. Die Arzthelferinnen sind ausgesprochen freundlich und haben sehr viel Humor. Die Ärztin hatte ich bis gestern noch gar nicht gesehen, da Schwester Heidi mich die ganze Zeit behandelte. (Schwester Heidi ist ca. 1,50m groß, resolut und absolut herzlich.)
Da das Spritzen im gleichen Raum ist wie das Ohrenspülen kriege ich mit wie wichtig das alte Ohrenspülgerät von denen ist. In meiner halben Stunde Wartezeit kommen bis zu 3 Leute mit Problemen, die durch diese Maschine gelöst werden.

Gestern aber war es kaputt, es leckte und sie bekamen es nichteinmal auseinander gebaut. Im Scherz wurde gemeint, "Wir brauchen einen Mann, die können immer klemptnern." Ich schlug vor Jörn kurz anzurufen, der sei recht fitt im Basteln und er wäre ja in der Wohnung gegenüber.
Gesagt getan und binnen von einer halben Stunde hatte er das Gerät zerlegt. Der Fehler, eine kaputte Dichtung. Mit den Jahren war sie einfach aufgerieben.

Heute morgen ruft mich nun Schwester Heidi an und bedankt sich, sie habe die Dichtung nachgekauft und alles funktioniere wieder, als sei es wie neu. Und das tollste, sie haben mir gleich noch ein paar Empfehlungen für gute Hautärzte mitgegeben.

So unterschiedlich können Arztpraxen sein.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Hautkrebs

Hallo Leute,

gestern habe ich die Diagnose meines entfernten Muttermals bekommen. Die Hautärztin sagte es wäre schwarzer Hautkrebs im Anfangsstadium gewesen. Ein Melanom. In ca. 10 Jahren wäre es gefährlich geworden. Als ich fragte: "Also dann war es gutartig?" Verneinte sie dies strikt. Es war halt nur noch so, dass der Krebs zu klein war um zu streuen.

Ohne wirklich zu realisieren was ich gehört hatte ging ich zur Arbeit. Dort wurde mir erst nach und nach bewußt was ich da eben gesagt bekommen hatte. Dummerweise war es in meinem Büro noch sehr warm und ich saß da im Spagettiträgershirt. Ich merkte irgendwann das ich meine Arme und Schultern absuchte und jedes mal Panik bekam wenn mein Blick über eines meiner anderen vielen Muttermale/Leberflecke streifte.
Um mich zu beruhigen zog ich mich auf die Toilette zurück, doch der Spiegel gewährte mir keine Pause. Mir vielen all die anderen Muttermale auf, auch im Gesicht, die sich auch binnen der letzten Jahre verändert hatten. (Nur eben nicht so stark wie das am Bein.) "Was wenn nicht nur das am Bein ein Krebs war." Solche Gedanken ließen mich nicht los und ich hatte Angst. Einerseits hatte ich Angst vor dem Krebs andererseits hatte ich Angst, dass ich mich albern benehme und nur in eine Panik hineinsteigere.

Ich gebe zu ich habe, als ich zuhause war, geweint. Ich habe ins Telefon geschluchzt während meine Mutter am Apperat versuchte mich zu trösten. Es war sehr gut, dass sie für mich da war. Mein Vater rief aus dem Hintergrund Planungen herüber wann er wie frei nehmen könnte um bei mir vorbei zu fahren. Es war sehr lieb von den beiden.
Am Wochenende aber bin ich auf einer Hochzeit und einer Konfirmation und es kommen sehr liebe Freunde vorbei auf die ich mich sehr freue. Danach habe ich ersteinmal eine Woche Urlaub.

Danke an alle die gestern für mich da waren und die ich mit meinem gejammer nerven durfte.

Jetzt weiß ich nicht genau wie ich diesen ernsten Artikel beenden soll. Fakt ist folgendes, ab jetzt muss ich alle halbe Jahr zur Hautkrebsuntersuchung und an meinem Bein wird noch weiter rumgeschnibbelt, zur Sicherheit, damit auch wirklich alles weg ist. Ansonsten habe ich keine Konsequenzen, ausser diesem elenden Gefühl seinem eigenen Körper nicht zu trauen. Ich hoffe das lässt nach und ich kann bald wieder in den Spiegel gucken ohne mir die eigentlich ganz nett aussehenden Sommersprossen von der Haut kratzen zu wollen.

Freitag, 4. Mai 2007

Ärzte...

Arg, Ärzte und auch deren Vorzimmerdamen haben sie nicht mehr alle.

Die Vorzimmerdame meiner Hautärztin ganz besonders. Sie hat genau diesen freundlich unfreundlich klingende Berliner-Kodderschnauze. Als die mir eine Naht am Bein verpasst haben haben sie mir noch eingeschäft, dass die Spannpflaster auf keinen Fall abgehen dürfen. Ich wunderte mich schon wie sie die 2 Wochen bis zum Fädenziehen halten sollen, aber naja...

Ich passe also super darauf auf, doch jetzt, nach 1,5 Wochen sind die Dinger nun mal ab.

Ich latsche also wieder zur Hautärztin um nachzufragen oder neue zu kriegen. (Grundlegend halte ich 3 Wochen Heilung für eine so kleine Wunde eigentlich für zu lange, zumal man bei soetwas im Gesicht schon nach einer Woche die Fäden zieht und das Gesicht heilt langsamer als das Bein. Aber die Ärztin wird schon wissen.) Im Sprechzimmer werde ich zuerst ignoriert. Als ich mir dann die gewünschte Aufmerksamkeit durch deutliches lautes Ansprechen nehme werde ich angeblubbert, dass diese Plaster ja jetzt wohl egal sein müssten.

Ich hole Luft um nach zu fragen.

Es klingelt das Telefon.

Ohne etwas zu sagen geht sie ran und beginnt ersteinmal ein Gespräch mit dem Anrufer über dessen Termine. Sie kramt in Akten und rennt durch die Gegend. Sie verschwindet raus... Als sie das Telefon vom Ohr nimmt versuche ich es noch mal kurz: "Heißt das ich brauche jetzt keine neuen Plaster, sie sagten doch..."

Sie ist weg.

Ich stehe da wie bestellt und nicht abgeholt.

Ich gucke mir die Broschüren und Tischdeko an. Als ich gerade überlege die Wandschränke einer näheren Betrachtung zu unterziehen guckt sie rein und meint nur ich bräuchte die Pflaster nicht mehr und könne gehen. Ich frage nach, sie meinte doch sie wären so wichtig.

Nicht nur allmählich komme ich mir dumm vor, sondern schon seit einer ganzen Weile.

Die Wichtigkeit der Plaster zum jetzigen Zeitpunkt wird verneint. Ich rechne ihr an, dass es schon kurz vor Feierabend ist und gehe. Ärgern lasse ich mich davon nicht, doch ich muss einfach mal schriftlich den Kopf schütteln, über Ärzthelferinnen, ihre Prioritäten in Sachen Behandlung und ihre Ausdrucksweise.

Mittwoch, 25. April 2007

Auauau

Heut morgen wurde mir zwecks Krebsvorsorge ein Muttermal entfernt. Die, die mich kennen wissen welchen Spaß ich an soetwas habe... so viel Spaß, dass ich mich dann immer gleich auf den Boden werfe. Ich hab ca. eine dreiviertel Stunde gebraucht um wieder auf die Beine zu kommen. Dabei waren die OP max 15 Minuten. Außer der Beteubungsspritze und etwas ziepen habe ich nichts gemerkt. Doch mein sch**** Kreislauf musste mal wieder Ferien im Keller machen.

Jetzt sitze ich hier auf der Arbeit, ärgere mich, dass ich nicht Radfahren darf (gestern hat es doch nicht geregnet und heute strahlt wieder die Sonne) und warte darauf das die Narkose nach lässt und sicher noch irgendwann die Schmerzen einsetzen. *grummel* *jammer*

Nerven tut mich das Pflaster am Bein schon jetzt und ich bin froh wenn die 3 Wochen um sind und ich mich damit nicht mehr abplagen muss. Aber es gibt noch andere schöne Dinge binnen der nächsten 3 Wochen und dann freue ich mich in dieser Zeit eben auf die.

Mittwoch, 4. April 2007

Schnaufend... aber stolz

Heut morgen habe ich es geschafft. Ich bin das erste Mal mit meinem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Der Weg ist schaffbar und ich habe ungefähr 50 Minuten gebraucht. Hoffentlich bekomme ich mich dazu durchgerungen das häufiger zu tun, denn mein Hintern tut mir jetzt doch ein wenig weh.
Es wäre aber gut für mich und ganz besonders für meine Vorsatz ein wenig abzunehmen.

Was das an geht habe ich auch ein paar Veränderungen vor. Bei meinem letzten Krankenhausbesuch wurde festegestellt das ich annormale Schilddrüsenwerte habe. Bis Montag dachte ich, das habe keinerlei Auswirkungen auf mich. Falsch gedacht. Eine Freundin hier in Berlin, die ein wenig Ahnung in dieser Richtung hat und ich haben uns alte Fotos angeguckt. Dabei viel ihr auf, dass meine Haare dort deutlich dichter waren.
Ich habe gedacht es läge an einer falschen Dauerwelle, doch ich habe auch noch andere Anzeichen. Das ich noch nie abgenommen, sondern immer nur, egal was ich getan habe, mein Gewicht gehalten habe, ist auch eines davon. Also habe ich mir jetzt einen neuen Hausarzt in Berlin gesucht und ihm gleich meine Werte von meinem alten Arzt faxen lassen. Mal gucken was dabei heraus kommt.
Wäre ja schön wenn es klappt. Ich weiß das mein Lebenswandel geändert gehört, doch wenn die Fahrradtouren mehr werden, potentielle Medikamente wirken und ich weiterhin auf wenig Süßigkeiten u.ä. achte wird sich mein Gewicht hoffentlich reduzieren, meine Haare wieder fülliger werden, meine Nägel weniger brüchig und ich allgemein zufriedener mit mir selbst.